Mit dem Beginn der Bauarbeiten am Palais am Festungsgraben startet die Umsetzung einer wichtigen Teilbaumaßnahme zur baulichen und sicherheitstechnischen Ertüchtigung des historischen Gebäudes. Im Zentrum der Maßnahmen steht zunächst der Rückbau des bestehenden Hofanbaus. An seiner Stelle entsteht ein moderner Neubau, der künftig ein neues Treppenhaus beherbergen wird und damit die Erschließung der Säle im ersten Obergeschoss deutlich verbessert.
Ein besonderer Fokus liegt auf der umfassenden Herrichtung der Flucht- und Rettungswege. Dazu gehören die brandschutztechnische Ertüchtigung bestehender Türen, der Einbau zusätzlicher Türen in Fluren und Treppenhäusern sowie die Anpassung der Decken an aktuelle Brandschutzanforderungen. Ergänzt wird dies durch die Integration neuer Treppenläufe und die Schaffung eines barrierefreien Zugangs, um das Gebäude für alle Besucherinnen und Besucher sicher und zugänglich zu machen.
Die Umsetzung der Bauarbeiten erfolgt bei laufendem Betrieb, was eine besonders sorgfältige Planung erforderlich macht. Temporäre Lösungen wie mobile Fluchttreppentürme, verschiedene Baustellenumbauten sowie eine detaillierte Flucht- und Rettungswegeplanung für die einzelnen Bauphasen gewährleisten, dass die Nutzung des Gebäudes während der gesamten Bauzeit weiterhin möglich bleibt.
Das Palais am Festungsgraben befindet sich in prominenter Lage im historischen Zentrum von Berlin – direkt hinter der Neue Wache und gegenüber dem Humboldt Forum. Errichtet wurde das Gebäude zwischen 1751 und 1753 im Auftrag von Johann Gottfried Donner nach den Plänen von Christian Friedrich Feldmann. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Palais mehrfach umgebaut und erweitert, sodass die aktuellen Maßnahmen ein weiteres Kapitel in der langen Baugeschichte dieses bedeutenden Bauwerks darstellen.
Fotos: Klemens Renner, SSP Rüthnick Architekten

